Dieser Griff verbindet untersten und mittleren Körperraum, also Fuß – Beinlinie – Becken – Lendenwirbelsäule – Zwerchfellachse. Er wirkt wie eine diagonale Regulationsbrücke, die den Körper daran erinnert, wieder in seine organische Ganzheit zu sinken.
1. Harmonisierung der rechten Körperlinie
Rechte Fußsohle → rechter Beckenkamm bedeutet:
Aktivierung der rechten funktionellen Linie
Regulation von Gangmuster, Erdung und Standfähigkeit
Lösung von spiraligen Spannungen im Bein–Becken–LWS-Kontinuum
Ausgleich von Dysbalancen, die durch Fehlbelastungen, Trauma oder Kompression entstanden sind
Die rechte Körperseite trägt häufig Themen wie Vorwärtsgehen, Handlung, Abgrenzung, Präsenz im Außen – der Griff kann daher auch emotional stabilisieren.
2. Einfluss auf Iliosakralgelenk, Beckenfaszien & LWS
Die rechte Hand am Beckenkamm arbeitet direkt mit:
Iliosakralgelenk / ISG
Lendenfaszien (Thoracolumbarfascia)
Psoasregion
Sakrum als zentrales Fulcrum
Hier kann der Körper:
Beckenrotationen ausgleichen
festgehaltene Schutzspannungen im unteren Rücken lösen
den Psoas aus „Alarmbereitschaft“ holen
den Atem tiefer werden lassen
Der Griff schafft Raum, damit der Beckengrund wieder trägt, statt kompensiert.
3. Regulation über die Fußsohle (rechte Seite)
Die linke Hand an der rechten Fußsohle wirkt auf:
Plantarfascie / Fersenbeinlinien
den Beginn der tiefen Faszienketten
die Erdungsachsen des Körpers
Reflexzonen für Becken, LWS, Niere & Beckenboden
Energetisch ist die Fußsohle ein Erdungstor, das dem Nervensystem vermittelt:
„Du darfst sinken. Der Boden trägt dich.“
Diese Information steigt diagonal hoch bis ins Becken.
4. Diagonale Entlastung des Duraschlauchs
Durch den Kreuzgriff entsteht ein torsionslösender Impuls auf:
Dura mater (cranio-sacrale Mittellinie)
Übergänge L5/S1, Zwerchfell, Thoracic Inlet
Schädelbasis (indirekt)
Das kann:
Spannungen im Liquorfluss harmonisieren
Kopf–Becken-Verkettungen lösen
den cranialen Rhythmus weicher und gleichmäßiger machen
Viele Klient*innen beschreiben danach ein Gefühl von **„Weite“ oder innerem Absinken“.
5. Meridian- und Energieebene
Rechte Fußsohle → Beckenkamm berührt u. a.:
Nieren- / Blasenmeridian (Wasser-Element) – Stabilität, Urvertrauen
Gallenblasenmeridian (Grenzen, Entscheidungen)
Lebermeridian (Loslassen von Stauungen)
Sakralchakra & Wurzelchakra
Der Griff wirkt wie ein Reset für das Erdungs- und Sicherheitsfeld des Körpers.
6. Traumaspuren & Prägungen
Diese diagonale Verbindung lädt das Nervensystem ein, zwischen oben/unten & links/rechts wieder zu kommunizieren. Dadurch können sich zeigen:
pränatale Muster (z. B. Verdrehungen, Kompression im Beckenfeld)
alte Flucht-/Erstarrungsimpulse
Beinhaltungen aus Geburtsverläufen
schützende Körperstrategien
Wenn die Spannung loslässt, folgt häufig eine Release-Welle, Zittern, Wärme oder ein spontanes Aufatmen.
7. Die Essenz dieses Griffs
Er verbindet Stabilität (Becken) mit Erdung (Fuß).
Er harmonisiert die Spirale des Körpers.
Er beruhigt das Nervensystem über die Mittellinie.
Oder in einem kurzen Satz:
„Der Körper erinnert sich daran, wie es sich anfühlt, wieder getragen, ausgerichtet und ganz zu sein.“










