Ich bin dann wieder zurück....

19. Februar 2025

Heute ist mein letzter Pilgertag für diese magische erste und nicht letzte Pilgerreise. (31.10.2024)

Heute ist mein letzter Pilgertag für diese magische erste und nicht letzte Pilgerreise.

Porto ist noch 11 km entfernt, meine Unterkunft weitere 2/3 km ins Stadtinnere.

 

Die Caminos - Französischer ab Burgos/dann Fisterra-Muxia/dann den Espiritual und den Portugiesischen Küstenweg umgekehrt bis nach Porto - umfassen ca. 1025 km insgesamt.

Davon bin ich nicht gelaufen:

  • 35 km Taxi wegen Krankheit
  • Insgesamt 14 km Taxi wegen extrem starken Regen
  • 6 km Taxi, da die Füße nicht mehr konnten und ich sowas von am Limit war und wie aus Magie ein Taxi plötzlich da stand✨


+ 13 km Rundwanderung in Fisterra

+ die vielen Sightseeingkilometer, im Durchschnitt kann ich sagen mind. 1,5 km pro Tag.


= 1095,5 km😊 bestimmt gelaufen seit dem 24.8.2024💪🏻


Am 28.8.2024 habe ich die Entscheidung getroffen , mich von der Gruppe zu trennen mit jener ich gestartet habe am 24.8.2024 gestartet bin.

Am 29.8.2024 habe ich einen „zur Ruhe kommen Tag /neu orientieren Tag“ am Pool gemacht, um am 30.8.24 dann mutig und aufgeregt ganz alleine weiterzulaufen, auf meinem ganz eigenen Camino nur mit mir.


In Leon, Asturga, Samos, Santiago und Muxía habe ich einen Sightseeingtag eingelegt. Muxia war der Raum dazwischen, zwischen den 2 großen Caminos und der Sturm und Regen tobte wild an einem Tag dort und ich lag den ganzen Tag im Bett.


Ich war einmal so richtig krank mit Magen-Darm. 3 x hätte ich danach mir fast in die Hose gemacht. 2x davon bin ich in den Wald gerannt, einmal musste eine Café Toilette dran glauben😂.


Ich habe mir 5 Sessions gegönnt mit Massage, Reiki, Ostheopathie, Akupressur, 

Schamanismus.


In Hostels, Guesthouses, Albergues mit Einzelzimmer, Hotels und Appartments zu schlafen war die beste Entscheidung für mein Nervensystem und meine Kraft.

Die Atmosphäre der Albergues war wundervoll - die Welt vereint, vibrierend - auch in der Nacht😂, deshalb musste ich zu meinem Wohle mich hiervon verabschieden.


95 % war ich alleine am Tag im Durchschnitt (und doch nie einsam) In den verbliebenen 5 % hatte ich wundervolle Begegnungen mit Menschen und Tieren und der Natur natürlich immerwährend. 

Mit einigen Menschen bin ich weiterhin in herzlicher Verbindung.

Peter aus Mainz werde ich bald wiedersehen - ich hab ihn die ganze Zeit an meiner Seite - er ist mein Held auf diesem Camino.

Jede Begegnung, jeder kurze Augenkontakt, jedes Panorama, die Geräusche, Farben, der Wind ist ein Geschenk auf diesem Weg. Die alten zahnlosen Menschen und ihre Blicke und die darin innewohnende Stille und Tiefe des Lebens und ihre Wünsche haben mein Herz berührt. Erlebtes, Zeitdimension, Herzverbundenheit, Schmerz und Freude, helles und dunkles, wir sind Verbunden, tiefe Weisheit in ihrer Einfachheit nur in einem kurzen Augen-Blick zu spüren.


Die Stille mit mir und meiner Umgebung - ich bin richtig tief hineingetaucht - der No-Mind-Zustand kam sehr schnell.


In die Natur und Wälder von Galizien habe ich mich besonders verliebt. Ah, diese Sonnenblumenfelder in der Meseta waren traumhaft. Mein Krafttier Delfin hat mich auch beschenkt - ein 20/25 großer DelfinPod kam  für über eine Stunde bis 2 m an die Boote im Hafen von Combarro zu Besuch, um Hallo zu sagen.

Das mystische „Ende der Welt- Gefühl“ hatte ich in Muxía.


Ich habe viele Freuden-, Dankbarkeits-, Loslassen-,  Erkenntnis-, Durchatmen-, Erschöpfungs-, tiefe Berührtheit-, Alleinsein-, Mutter-, Trauer-, Schmerz-, Erleichterungs-Tränen geweint. In Kirchen, beim Laufen, im Bett, unter der Dusche, mit Menschen, mitten in der Stadt. Wann immer der Schwall hochkam, konnte ich loslassen und es erlauben.


Und ich habe sooooo viel gelacht - alleine und in Gemeinschaft. Und gesungen und getönt.


Mit körperlichen Schmerzen habe ich begonnen und Ende mit Ihnen den ersten Camino. Die Schmerzen sind gewandert. Ich auch. Die Schmerzen haben sich verändert. Ich auch.

Ich habe so gut es ging auf meinen Körper gehört, im Hier und Jetzt gefühlt, was geht und sich gut anfühlt. Habe wirklich langsam gemacht. Ich weiß, dass ich nur mit diesem konsequenten Innehalten, so weit und lange laufen konnte. Die letzten 3 Tage bin ich manches Mal tanzend den Camino gegangen und hab so manches Lächeln auf ein Gesicht gezaubert und mir die Erlaubnis gegeben meinen Körper so zu bewegen, wie er es gerade braucht und fühlt.


Ich habe jeden einzelnen Tag meinen 8,5/9 kg Rucksack getragen. Es fühlte sich nicht stimmig an, diesen transportieren zu lassen.

Manches Mal fühlte er sich an wie 30 kg, manches Mal habe ich ihn gar nicht gemerkt. Es war ganz und gar mein Paket/Rucksack auf diesem Weg, das/den ich trug. 


3 Pilgerpässe sind voll mit Stempeln. An jedem Stempelort verweilte ich mindestens 10 Minuten, um den Ort wirklich zu fühlen und mich mit ihm zu verbinden oder einfach eine leckere Erfrischung zu mir zu nehmen.


Während des Laufens habe ich mich so oft umgedreht, bin stehen geblieben, hab geatmet, um den anderen Blickwinkel ganz bewusst wirken zu lassen. Oftmals offenbarte sich mir eine herrliche Pracht/Aussicht und manches Mal eine tiefe Erkenntnis/Berührtheit.


Die Temperaturen waren zwischen 5 und 36 Grad in dieser Zeit. Ich hatte nur ca. 4/5 heftige Regentage an denen ich klatschnass bis auf die Unterhose, Wasser in den Schuhen watend erlebte und am Abend meine Wanderschuhe stundenlang trockenen musste😅.

Ich bevorzuge Regentage der prallen Hitze, das weiß ich heute ganz sicher.


Kirchen, Kapellen, Kathedralen - es müssen bestimmt 150 gewesen sein. In jeder habe ich die Stille gesucht und wirklich immer auf unterschiedliche Weise gefunden. Die Kreativität, die Tiefe und Hingabe der Gestalter, die in diesen üppigen Verzierungen, Skulpturen, Gemälden etc. innewohnt. Es raubt mir jedes Mal den Atem und lässt mich leicht in Verbindung gehen durch diese Kreativität in die Essenz des Alleinseins, der Verbundenheit, des Universums, der Zeitlosen Dimension und 


In …. „ the Echo of the Memory of the Future“ eintauchen.


Wieviele Nationalitäten ich getroffen habe? Gefühlt die ganze Welt☺️ und die ganze Welt war durch den Camino verbunden.

Mein Spanisch durfte nach knapp 14 Jahren zum ersten Mal wieder aus der Versenkung geholt werden und hat mir geholfen, mich noch sicherer auf dem Camino zu bewegen.


Das Thema Sicherheit, sich sicher fühlen, wie fühlt es sich im Körper an, was braucht dieser, um sich kraftvoll, sicher und im hier und jetzt Schritt für Schritt zu fühlen hatte ich immer an Bord und entsprechend gehandelt. 


Das größte Geschenk habe ich als Mutter von meinen beiden auch sich in der Welt herumtreibenden Kindern während des Caminos unabhängig voneinander innerhalb ein paar Tagen erhalten: eine Nachricht, dass ich Sicherheit und Verlässlichkeit biete und sie mich lieben und die Kraft des von Herzen Danke dafür. Oh, das hat mich so berührt und gleichzeitig so eine Erleichterung und Glückseeligkeit gebracht, das ich es geschafft habe, dass such meine Kinder mit mir so fühlen können.


„Verteidigungshaltung“ das war die tief sitzende Eingeschlossene Emotion, die ich hinlaufen, erlaufen, durchlaufen, ablaufen, weglaufen, freilaufen durfte. 

Mit einem konsequenten Schritt der Löschungsaktion aller Dokumente und Kommunikationen, die ich noch behielt, um das Gaslighting, Beleidigungen, Lügen, Verdrehungen der Tatsachen meines Ex-Mannes und Vater meines Sohnes „beweisen“ zu können und als Schutz zu haben - das war ein absoluter Shift in mir.

Dies geschah bevor ich nach Portugal übergesetzt bin. Meine Co-Abhängigkeit, die dadurch noch bestand mit der Notwendigkeit, sich schützen zu müssen/können, Beweise aufzuheben, um mich rechtfertigen zu können und damit weiterhin ein Teil in mir als Opfer verstrickt zu halten, habe ich mit dieser Handlung komplett durchbrochen. Es war der Befreiungsmoment auf dem Camino für mich und hat mich zunächst einmal ganz vulnerabel weiterlaufend und mich neu begegnen lassen.


Die „Erschöpfung“ dieser letzten 5 Jahre, die wie an meinem Körper noch klebte und eigentlich noch viel älter ist - denn der narzisstische Nebel begleitete mich schon seit Beginn meines Lebens -  wurde einmal kräftig beim Laufen durchgeschüttelt und durfte gehen. Ich habe die erste Möglichkeit genutzt, meinem inneren Ruf nach dem Camino zu folgen. Als klar war, dass ich ihn jetzt mit Open end gehen kann als alleinerziehende Mutter, konnte ich meinen Körper schon laufend in der Zukunft fühlen. Den Camino habe ich wie einen Tunnel, der Schützt wahrgenommen, als ob eine Energie-Membran ihn umhüllt, die Pilger, wie Anker und Antriebe für mich und meinen Weg.


Heute aus dem Hostal zu gehen, fällt mir schwer. Ich bin schon in der großen Stadt plötzlich. Um so mehr heißt es jetzt ganz bei mir zu bleiben! 

Es gilt, den Camino zu Hause weiterzulaufen. Wie auch immer das ausschauen mag für mich. Ich lass es sich entfalten und schaue im Hier und jetzt.


Menschen gehen den Camino aus unterschiedlichsten Gründen, aber alle hatten einen inneren Ruf/Sog irgendwann.


Heute weiß ich, es ist gar nicht schwer, den ersten Schritt zu gehen und einfach loszulaufen. Hilfe habe ich mir geholt und sie war immer von Herzen da. Und die wundervollen Facebookgruppen habe mir enorm bei der Vorbereitung geholfen. Danke möchte ich an dieser Stelle sagen an alle vorausgegangenen PilgerInnen und auch an die vielen mit den supertollen Neulingsfragen! Ich war stille Leserin.


Es wird seltsam sein nicht mehr …. 

Jeden Tag mindestens 20.000 Schritte zu gehen.

meine Unterhose jeden Tag mit der Hand zu waschen und mit dem Fön zu trocknen. Meine Kleidung in die bunten Beutel zu stopfen. 

Einen großen Rucksack auf dem Rücken beim Laufen zu spüren.


Eine Freundin fragte mich, ob ich mich darauf freue endlich andere Klamotten und Schuhe anzuziehen. Nein - Es wird ungewohnt sein andere Kleidung und Schuhe anzuziehen.

Meinen Kleiderschrank werde ich als erstes zum ersten Mal seit 5 Jahren so richtig radikal ausmisten.


Am Anfang des Caminos habe ich auf die Frage  “Warum gehst Du den Camino?“ geantwortet „ um meinen Körper zurück zu bekommen!“ Irgendwann wurde mir auf dem Camino so klar, dass das nicht stimmt, denn ich habe es, ob bewusst oder unbewusst, nie erlaubt, dass ich keine Verbindung mehr mit meinem Körper hatte. Es war mehr, dass ich den Wunsch hatte in den Willen, die Muskelkraft, das Aktive wieder bewusst einzutreten, um aus der Phase der Beruhigung und auch Erstarrung meines Nervensystems das noch gekoppelt war an Schock und Erschütterung ganz bewusst auszutreten und dies mit so viel Zeit, wie es braucht. Deshalb bin ich auch mit Open end ohne Rückflug den Camino gestartet. Es wurden 2,5 Monate. 


Viele Kleider sind gekoppelt an diese Zeit, viele Kleider habe ich behalten in der Hoffnung wieder mal so schlank zu werden, an manchen hänge ich, aber ziehe sie nicht mehr an. Ich lade mich ein,  ganz in meinem Körper, Geist, Seele zu fühlen welche Kleidung wirklich im Hier und Jetzt noch nach meiner Rückkehr zu mir passen -

Und nicht mehr an einem alten ich festhalten oder noch gekoppelt sein.


Also, dann sage ich Bom Caminho / Buen Camino an alle.

Für mich war es die intensivste Reise, die ich bisher erleben durfte.

Ich komme wieder zurück auf den Camino.

Mal sehen, welcher es wird. ☺️


Der erste Schritt heute aus dem Hostal ….

Hm, ich glaube die Tränen werden laufen, der Pegel steigt schon🥰

Auf nach Porto 

Und vielleicht kaufe ich mir dort ein neues Kleidungsstück☺️ dort.


Ich sage Danke und Buen Camino

Alexandra Akeesha



Sightseing/Verschnaufpausen oder Schutz vor Stürme:

22.8.-24.8. Burgos

28.8.-30.8. Villamentero de Camperos

5.9.-7.9. Leon

9.9.-11.9. Asturga 

18.9.-20.9. Samos 

27.9.-29.9. Santiago de Compostella

Fisterra 3.10.-5.10.

Muxia 6.10.-10.10.

Porto 30.10.-6.11.

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KAE SCHUCH – 40 Frauen über 40! Sich sichtbar machen…. Mich ganz zu zeigen…. …. Und dadurch wie eine Anschlussnahme an ein Feld der Neufindung, der Stabilisierung, der Klärung und Kräftigung…. … aus meiner Komfortzone treten vor die Kamera…. … ein Abschluss oder eher eine Integration dessen was war, ein zur Ruhe kommen … … am 24.8.2021 ganz bewusst das Fotoshooting Datum gewählt und mich bewusst eingeladen von da an Schritt für Schritt als 50jährige Frau in meine 2. Lebenshälfte einzutreten. „ Wenn die Zwischenräume wegfallen und die Authentizität zum Vorschein kommt, das berührt und schafft einen Raum der heilsamen Begegnungen.“ Das hat KAE in dieser Zeit bereitet, einen sicheren Raum, in dem ich mich ganz zeigen konnte und wir beide durften uns an diesem Tag in unserer Ganzheit begegnen. KAE hatte zu Anfang schon sehr schnell gemerkt, dass ich den Augenkontakt brauche, um mich fallen lassen zu können, um mich sicher zu fühlen und positionierte entsprechend die Kamera direkt neben ihrem Gesicht und bot mir somit ihre Augen an, um in Verbindung zu sein und so einen freien Zwischenraum der Begegnung zwischen uns zu anzubieten. Oh, da kam ein Schamgefühl hoch als der Zwischenraum frei war und KAEs schöne Augen auf mir ruhten, viel Lachen und Natürlichkeit kam aus mir herausgesprudelt und die Reise konnte beginnen, hatte KAE mit ihrer achtsamen Art und Weise ganz sanft mich in ihren sicheren, vertrauenswürdigen Raum eingeladen, der dann auch zu meinem sicheren Raum wurde. Es war spannend, wie es mir ging, als ich die ersten Fotos angeschaut hatte… „nee, das bin nicht ich!“ „hier stimmt was nicht…“ „ich erkenne mich auf den Fotos nicht wieder!“ Es war die viele Schminke in meinem Gesicht, denn bei einem Fotoshooting soll man ja mehr Schminken, denn am Ende wirkt es nicht übergeschminkt auf den Fotos …. Wir haben die Schminke wieder abgewischt! Für mich fühlte es sich innerlich an wie „ich brauche auch keine Maske aufzusetzen … ich bin so wie ich bin… ungeschminkt… blank… roh, pur, einfach nur sein… - so will ich mich natürlich auf den Fotos zeigen.“ „Und darum geht es bei meiner Arbeit - ich helfe den Menschen sich ungeschminkt, ohne Zwischenraum selbst zu begegnen und in den Spiegel zu schauen, mit sich selbst in Verbindung zu gehen und dabei an die eigene Ressource, die eigene Kraft, die eigene Klarheit im Weitergehen Anschluss zu nehmen.“ …und dies durfte ich bei KAE an diesem Tag mit dem Fotoshooting „40 Frauen über 40“. In dem Eingangsvideo zum Projekt sage ich, dass wahrscheinlich ab einem bestimmten Zeitpunkt die verletzliche Alexandra zum Vorschein kommen wird, die Frau, die sich bis auf die Knochen häuten musste und tief traumatisiert ist. Es gab eine Zeit, in der ich ohne eine bestimmte Mütze auf dem Kopf nicht mehr meinen Körper spüren konnte, weil alles zu viel war – das Trauma und das was alltäglich damit einherging zu groß war in diesem Moment. Diese Mütze war ein Anker, um im Hier und Jetzt zu bleiben, wie eine Schutzhaube in alldem Chaos, eine Hülle, die mich zusammenhielt, eine Grenze/Begrenzung, dass ich mich nicht auflöste. Ich bin mir ihr schlafen gegangen. In meinem tiefsten Tiefpunkt, in den 2,5 Tagen, wo ich körperlich total zusammengebrochen bin und noch nicht einmal mehr laufen konnte, war diese tannengrüne Wollmütze mein einziger Halt wenn ich alleine war. Oft habe ich mit den Händen nach ihr gegriffen, um zu spüren, ob sie denn noch da ist. Ich hatte den Wunsch auch ein tolles Foto mit der Mütze zu machen, wie als Dankeschön und Wertschätzung an sie. Wir waren im Grunde fertig mit dem Shooting: Pullibilder, Meditations-/Tanzbilder, weibliche Federbilder. Das Bild, in dem ich meine Füße anfasse, ist die letzte Position gewesen…. „…ah, wir wollten doch noch ein Bild mit der Mütze machen…!“ Ich bleibe sitzen, die Praktikantin holt die Mütze, ich setze die Mütze auf und BÄHM… in sekundenschnelle wurde ich in den traumatisierenden, erschütternden, Gefühlszustand der vorangegangenen 20 Monate hineingesogen. Es ist einfach passiert. Es war nicht geplant. KAE meinte nur „soll ich draufhalten?“ und ich konnte „Ja“ sagen, weil ich mich mit ihr sicher fühlte. KAE hat diese Fotoreihe daraus gemacht und wann immer ich die Fotos sehe, bin ich tief mit mir verbunden, mit meiner Stärke, meinem Sein, meine Authentizität, meiner Ehrlichkeit. KAE hat mir zum Schutz – das war ihr tiefstes Bedürfnis als Fotografin als sie mich so erlebte – einen naturfarbenen Tüll oben um den schwarzen Overall gebunden. Ich kann nicht in Worte fassen, was das mit mir als Frau gemacht hat. Ich habe mich in diesem Moment von KAE so beschützt und eingehüllt und gesehen gefühlt und die Qualität der ehrlichen, unterstützenden „Sisterhood“ einfach nur genossen. Es liegen keine 3 Minuten zwischen den tollen weiblichen Powerfotos und dieser Fotoreihe! Das hat KAE mit ihrem Projekt vielen wundervollen Frauen eröffnet. Und plötzlich wurde daraus ein Herzensprojekt mit Vernissage, Buch, eigener Facebook-Gruppe. Wir Frauen haben unsere ganz persönliche Heldinnenreise durch die Bilder gewürdigt, haben uns sichtbar gemacht, uns Wertschätzung gegeben. Wir alle hatten wie einen Sog zu diesem Projekt „40 Frauen über 40“ an einem bestimmten Punkt gefühlt und sind uns selbst, dem Frausein, der Gemeinschaft des Projekts näher gekommen. In der letzten Zeit höre ich oft von meinen Kunden – ob jung oder alt, Mann oder Frau – „ich bin so dankbar, dass ich bei dir hier den Raum habe mich ganz zu zeigen“, „ich kann nur bei dir so offen und ehrlich mich zeigen“, „es tut so gut den Raum zu haben, um meine Gefühle zu spüren und zu zeigen“. Eine der am häufigsten übersehenen spirituellen Praktiken ist es, sich zu trauen, absolut ehrlich in jeder Begegnung zu sein. Einige mögen sagen, andere könnten mit ihrer Ehrlichkeit nicht umgehen, aber wahre Ehrlichkeit ist keine Strategie oder irgendeine Waffe. Es ist die Bereitschaft, offen und absolut transparent mitzuteilen, wie sich jeder Moment in deinem Herzen anfühlt. Es hat nichts mit Konfrontation, Anklage oder irgendeiner Form von Schuldzuweisung zu tun. Wahre Ehrlichkeit ist die Bereitschaft, sich völlig bloßzustellen und der Welt zu erlauben, zu tun und zu sagen, was sie will, nur so wirst Du wissen, wer Du bist – jenseits aller Vorstellungen. Ich lade Euch ein, Begegnung ohne Zwischenräume und ohne Maske zu leben. Euch verletzlich zu zeigen. Es bringt Klarheit, so viel Kraft, innere Ruhe – für mich ist es ein Eintauchen in die Gnade, die Demut und das Mitgefühl – wir fühlen über die Herzen, sind verbunden, ein ehrliches Sein und Miteinander. Hier der Link zum Projekt: https://kaeschuch.de/blog/2022/04/01/das-40-ueber-40-projekt-kunstprojekt-fotografie-ausstellung-kunstbuch-bildband/ DANKE KAE!
von Alexandra Brand 4. April 2022
Liebe Menschen, Anfang des Jahres habe ich einen Wunsch ins Universum gesendet, dass ich es schön fände, wenn noch mehr Babies und Kinder zu mir kommen würden. Die letzten 2,5 Jahre habe ich mich intensiv mit der Zusatzausbildung zur CranioSacral Therapeutin für Babies, Kinder und Schwangere, dem Rebirthing Prozess beschäftigt und durfte weitere Schichten auf Körperebene erkennen, die in mir selbst wirken mit der eigenen Schwangerschaft als Embryo und der eigenen Geburt. Die Körperarbeit mit Babies ist so wundervoll und nimmt diesen kleinen Seelen körperliche, seelische Blockaden und lässt sie leichter und freier ihren Lebensweg beginnen und meistern. Es hat sich in der Vergangenheit bei mir in meiner Praxis das Gesetz der Resonanz oftmals so gezeigt, dass eine Zeit lang ein ganz bestimmtes Thema meine Arbeit einhüllt. Seit längerer Zeit ist es die Dynamik des verlorenen Zwillings, Embryonale- und Geburtsprägungen die uns unser ganzes Leben lenken, eigene Elternschaft - Verantwortung übernehmen und tiefe Traumaarbeit mit dem eigenen inneren Kind. Entschleunigung, Ressourcenarbeit, das Mitgefühl einladen, bei sich im Körper bleiben und diesen spüren und die Klarheit und Dankbarkeit darüber, dass wir leben und das ATMEN, den Atem des Lebens in sich spüren sind hier immer mit an Bord bzw. gilt es an Bord zu nehmen. Ich habe eine intensive Reise dieses Jahr begonnen und das erste Modul einer Körper/Trauma-Ausbildung begonnen, um zum Einen die auf Zellstrukturebene tiefsitzende Erschütterung in einem sicheren Umfeld auf Trauma-Körper-Ebene zu berühren und gleichzeitig durch das eigene Erleben viele weitere tolle Tools für meinen Werkzeugkoffer erlernen. Die erste Woche war ein Schleudergang für mich auf allen Ebenen. In einem Moment bin ich auch wieder an meine eigene Geburt gekommen und was hier körperlich in mir so tief wirkt. Meine Mutter war damals mit meinem Vater im Wald spazieren als ich kommen wollte. Sie hat es eine Stunde lang verheimlichen können, dass sie schon heftigste Wehen hatte. Sie hatte ihren Körper so unter Kontrolle, dass es nach außen nicht sichtbar war, dass sie schon Presswehen am Ende hatte. Am Ende bin ich als Sturzgeburt innerhalb von 8 Minuten im Krankenhaus geboren worden. Was das in mir als Kind, das auf die Welt kommen wollte ausgelöst hatte im Mutterleib, im Geburtskanal konnte ich während meiner Ausbildung mehrfach anschauen. Ein Aspekt war, dass es in mir tiefsitzende Glaubenssätze erzeugt hat „ich bin nicht erwünscht“, „ich bin zu viel“, „ich warte ab“, „ich zeig mich nicht“ und es gab einen Moment der Todesangst durch das kontrollierende Zurückhalten und des nicht Weiter gehen können. Es gab eine Körperübung letzte Woche, in der wir im Grunde ganz simple eingeladen waren, ContactImpro auf dem Boden liegend zu machen mit einer Körpermeditation zur Einstimmung am Anfang, und einfach zu schauen, was der Körper so machen möchte, wohin er will. Ich konnte mich z.B. nur an den Rand legen und mein Körper war schon total überwältig von diesen wenigen Berührungen, die ich durch 1-2 Person um mich herum erfuhr. Ich bin in einen totalen Freeze Modus gegangen und habe in diesem Moment realisiert, dass ich voll in meiner eigenen Geburt bin und dort wo ich mich jetzt gerade mit meinem Körper befand eine 1 zu 1 Abbildung ist, wie ich mit Babies, Kindern und Erwachsenen arbeite, wenn es um das Thema Geburt geht – nur dass ich dann alleine mit meinen Händen und Füßen Kontakt- und Druckpunkte am Körper bereitstelle. Da war ich nun… am Rande… im Freeze… Modus… Da mein Motto für 2022 „aus der Komfortzone auszutreten ist“, habe ich mich gezwungen einen Arm auszustrecken und in diesem Moment ergriff ein wirklich starker Arm meinen und zog mich bestimmt einen Meter mitten in die Körper hinein. Für mich war es in diesem Moment eine „Einladung“, ein „ich bin Willkommen“ ein „ich bin ok so wie ich bin“, ein „du darfst dich zeigen“, ein „beweg dich“. Ich kann es nicht in Worte fassen, was da in meinem Körper an Heilung geschehen durfte. Wenn das Gefühl klarer wird, woher es kommt, dann wird es im Körper, in der Seele auch leichter. Ich bin in meiner Ausbildung schon mehrfach durch meine eigene Geburt gegangen, doch dieses Erleben hatte noch einmal eine andere Ebene in mir berührt. Wenn bei Babies, Kindern oder Erwachsenen während einer CranioSacral Sitzung sich ein Geburtsthema zeigt, das ist im Feld plötzlich ganz stark spürbar. Dann sind für einen Moment kräftige, druckvolle Griffe benötigt, um den Körper einzuladen hier weiterzugehen. Danach ist wie eine Zündung im Körper frei geworden und es ist eine Bewusstseinsebene mit hinzugekommen, die viel Erleichterung und Klarheit und Stille mit sich bringt. Den Atem des Lebens. Jaaaaa…. Und mein Wunsch hat sich so was von erfüllt, dass über Julia Flavins tolle KidsKurse in meinem Seminarraum dann Sarah-Jane Wolf auf die Räumlichkeiten aufmerksam wurde und es sofort klar war, dass das zwischen uns suuper passt und ich mich riesig freue, dass ab Ende April Sarah-Jane mit ihrer Arbeit als Hebamme mit Rückbildungskursen und Geburtsvorbereitungskursen an Bord geht. Willkommen von Herzen Sarah-Jane. Kontaktinfos findet Ihr auf meiner Homepage oder direkt bei Sarah-Jane unter www.Bauchgefühl-Dietzenbach.de oder per Email: hebamme247@web.de Als Sarah mir ihren Textvorschlag für die Website schickte, saß ich gerade in Basel und schrieb am Protokoll meiner Assistenzfunktion im Baby- und Kindercraniokurs und las die Eingangsworte „Eine Mutter ist der einzige Mensch, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.“ Und saß dann schluchzend vor Dankbarkeit einfach nur da. Es sind diese Momente, die sich so stimmig anfühlen, wenn etwas oder jemand Neues in Dein Leben tritt und du fühlst, dass dadurch ganz viel Lichtvolles, Leichtes, Fröhliches geschehen darf. In diesem Moment habe ich den Seminarraum und den Cranioraum mit all den tollen Frauen, die ihre Wirken darin anbieten, als einhüllenden, schützenden und sicheren Ort empfunden, indem Schwangere, Babies im Mutterleib und auf der Welt, Kleinkinder, Kinder in der Schule, Frauen, Männer, Väter, Mütter, Jugendliche, ganze Familien liebevoll und achtsam begleitet werden. Und möchte ich zum Abschluss Euch einladen, Eure Verletzlichkeit mit an Bord zu nehmen und den Mut zu haben Euch so zu zeigen, denn dann erlaubt ihr Euch und den Menschen gegenüber Euch authentisch zu begegnen und eröffnet durch Euer Sein oftmals die Möglichkeit des Wachstums, des Ent-Wickelns, der Heilung auch für die Anderen. Seid herzlich umarmt mit einem schönen Textauszug: Seelen - Vereinbarungen Man sagt, dass vor der Geburt, wenn sich eine Seele entscheidet, auf die Erde zu kommen, Vereinbarungen mit anderen Seelen getroffen werden. Zunächst wählen die Seelen zusammen mit ihren Lehrern des Lichts sorgfältig die Erfahrungen aus, die sie in dieser Inkarnation machen wollen. Einige entscheiden sich dafür, durch Leiden zu lernen, andere durch Einsamkeit, andere durch Krankheit, wieder andere durch Verlust. Wieder andere entscheiden sich, aus Beziehungen zu lernen. Einige wollen materiellen Reichtum erleben ... und so weiter. Als ob sie ihre Studienfächer an einer Universität wählen würden, entscheiden sie sich alle für ihre Mission. Es gibt ein großes Treffen zwischen ihnen, um zu vereinbaren, wie ihre Seelen miteinander verbunden werden sollen. Wie bei der Rollenverteilung in einem Theaterstück, erhält jeder seine Rolle im Stück unseres Lebens ... und sie werden geboren ... Einige dieser Seelen treffen sich bereits von Geburt an und sind Geschwister. Andere werden Schulkameraden, um dann im Erwachsenenalter Freunde zu werden. Andere lernen sich erst kennen, wenn sie schon älter sind, verabreden sich auf einer Party und verlieben sich. Nichts, absolut nichts ist im Leben eines Menschen zufällig. Wir haben die Rollen verteilt, aber es gibt kein Drehbuch. Jeder schafft seine eigenen Dialoge und seine eigenen Handlungen - und er muss auch die Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen. Denk mal darüber nach: Warum hast du einen so anspruchsvollen und perfektionistischen Chef? Ist es, weil du zugestimmt hast, dass er das Beste aus dir herausholt und dich wie einen Diamanten poliert? Oder musst du Toleranz lernen? Was, wenn du einfach kündigen solltest? Man weiß nicht, was man mit jeder Person erleben wollte, aber die Seele weiß es ... und die Seele kann uns nur durch das, was wir Intuition nennen, Botschaften übermitteln. Wenn du bei der Begegnung mit einem Menschen Magenkrämpfe bekommst, will deine Seele dich vor all dem Schmerz warnen, den diese Person dir zufügen wird. Wir erinnern uns nicht. Wir wissen nicht, was alle Darsteller vereint, die uns helfen, das Stück unseres Lebens aufzuführen, aber es gibt eine stillschweigende Übereinkunft zwischen uns allen, um uns gegenseitig zu helfen, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Dieser ganze Weg, der in unserer ersten Inkarnation vor Millionen von Jahrhunderten begann, dreht sich um Erleuchtung. In jeder Inkarnation fügen wir unserem Bewusstsein Lichttropfen hinzu und so entwickeln wir uns weiter. Manchmal kommt jemand in unser Leben, der uns etwas lehrt und der gleichzeitig etwas von uns gelehrt bekommt, und dann wieder geht, aus unserem Leben verschwindet, weil die Vereinbarung erfüllt ist. Deshalb sollte man sich nicht an dem beleidigenden Chef, dem untreuen Partner, dem Neider, dem unehrlichen Freund, dem klatschsüchtigen Nachbarn, dem mürrischen Lebensmittelhändler, dem aufdringlichen Verehrer oder der rebellischen Tochter ärgern. Schau ihnen einfach direkt in die Seele und sage ihnen: DANKE, dass du die Vereinbarung eingehalten hast! . (Aus dem Buch: Your Soul's Plan v. Robert Schwarts)
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