Auf dem Bild siehst du eine craniosacrale Position, in der ich zwei zentrale Körperbereiche gleichzeitig halte:
das Becken und den unteren Rücken – und den Übergang von Schultern zu Hals (C7).
Diese beiden Bereiche sind wie zwei „Polpunkte“ eines inneren Systems, das den ganzen Körper zusammenhält.
🧠 1. Verbindung der Mittellinie & des Duraschlauchs
Durch meine Hände entsteht eine direkte Verbindung zur inneren Mittellinie, die vom Becken bis zum Kopf verläuft.
Entlang dieser Linie fließt der Liquor – die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit.
Sie bewegt sich rhythmisch vom Kopf nach unten und wieder zurück.
Dieser Fluss versorgt das Nervensystem, schützt es und sorgt dafür, dass der Körper sich regulieren kann.
In genau diesem Quergriff passiert Folgendes:
Der Duraschlauch (die Hülle um Rückenmark und Nervensystem) bekommt mehr Raum.
Spannungen, die den Liquorfluss blockieren, können sich lösen.
Die natürliche Bewegung zwischen Sakrum (Kreuzbein) und Schädelbasis wird freier.
Der Körper richtet sich innerlich auf – ohne Anstrengung.
🫁 2. Was unten geschieht: Becken, Kreuzbein & Lendenwirbelsäule
Die untere Hand liegt im Bereich von:
Sakrum / Kreuzbein
Iliosakralgelenken
Lendenwirbelsäule
und indirekt am Beckenboden
Diese Region ist das Fundament des Körpers.
Hier sitzen oft Themen wie:
Anspannung im unteren Rücken
Stress im Psoas (dem großen Hüftmuskel)
eingeschlossene Schutz- oder Alarmmuster
Blockierungen im Beckenboden
Durch die sanfte Berührung kann sich diese Basis wieder beruhigen und öffnen.
Das Sacrum beginnt, seinen eigenen craniosacralen Rhythmus wiederzufinden – und dieser Rhythmus setzt sich nach oben fort.
🫀 3. Was oben geschieht: C7, Nacken, Schultern & Brustkorb
Die obere Hand liegt am Übergang zwischen:
Schultern
C7 / Halswirbelsäule
oberem Brustkorb
Hier laufen viele wichtige Strukturen zusammen:
die großen Nerven, die in die Arme ziehen
der Vagusnerv, der Entspannung aktiviert
der Lymphfluss aus Kopf und Hals
die Atembewegung des oberen Brustkorbs
Wenn dieser Bereich gehalten wird, kann sich die ganze obere Hälfte des Körpers neu ordnen.
Das Zwerchfell entspannt sich.
Der Brustkorb wird weicher.
Der Nacken lässt los.
🪷 4. Was sich zwischen deinen Händen ausbalanciert
Der Bereich zwischen meinen Händen – also der gesamte Raum von Becken bis Hals – ist der Ort, an dem Integration geschieht.
Hier ordnen sich:
die Atembewegung
die Haltung der Wirbelsäule
das Nervensystem
der Liquorfluss
das Zusammenspiel von Bauch, Herz und Kehlbereich
Es ist, als würde sich dein System einmal quer durch den Körper hindurch neu verbinden.
Der Körper erkennt:
„Oben und unten gehören zusammen. Ich muss nichts mehr festhalten.“
🌬️ 5. Öffnung nach oben & unten
Durch diesen Quergriff öffnet sich der Körper
Nach oben zur Schädelbasis:
der Liquor kann freier schwingen
die Verbindung zum Gehirn entspannt sich
Druck im Kopf kann sich lösen
die Schädelbasis und das Atlasgelenk finden mehr Raum
Nach unten zur Erdung:
das Becken sinkt tiefer
die Beine fühlen sich schwerer und ruhiger an
der Kontakt zum Boden vertieft sich
das Nervensystem schaltet in einen Regenerationsmodus
✨ 6. Was dieser Griff bewirkt – körperlich spürbar
Der Atem wird tiefer.
Der Bauch wird weich.
Die Schultern sinken.
Der untere Rücken entspannt.
Das Nervensystem gleitet in Ruhe.
Der Körper findet seine innere Ordnung wieder.
Es ist ein Moment, in dem der Körper sich erinnert, wie Heilung sich anfühlt:
sanft, langsam, ohne Druck – aber tief.










